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Entscheidungen zum Projekt

Zur Neugestaltung der Personalentwicklung in Baden-Württemberg setzt sich aus einer Vorgeschichte und einer Projektgeschichte zusammen.

Vorgeschichte

Bestandteil der Koalitionsvereinbarung für die 12. Legislaturperiode (1996) war die Feststellung, dass sich die „Koalitionsparteien einig sind, dass die Landesregierung ein neues Konzept für die Fortbildung im öffentlichen Dienst vorlegen muss, das sich am Bedarf orientiert und verstärkt technische Notwendigkeiten berücksichtigt. In das Konzept ist die Führungsakademie des Landes einzubeziehen.“

Die damals bestehende Verwaltungsreformkommission konkretisierte diese Feststellung insoweit, dass „Fortbildung die Verwaltungsmodernisierung unterstützen muss. Sie muss bedarfsorientiert sein und eine Regelfortbildung für Führungskräfte vorsehen. Gefordert wird eine Konzeption, die den Herausforderungen einer sich weiter verändernden  Landesverwaltung entspricht.“

Die Auftaktveranstaltung für den Prozess zur Neugestaltung der Personalentwicklung fand am 14. Juni 1999 statt. Der Innenminister forderte in seinem Beitrag ergänzend u.a. eine Konzeption mit mehr Offenheit für Entwicklungen, einer veränderten Einstellung zum Lernen, mehr Selbstverantwortung beim Lernenden, einem neuen Denken, einer Verbesserung der Führungskompetenz und der Herstellung eines Wirkungsbezugs.

Projektgeschichte

Am 25.Juli 2000 beschloss der Ministerrat die Konzeption „Fortbildung 21“ mit ihren bildungspolitischen Grundsätzen:

  • Qualifizierung erfolgt bedarfsorientiert
  • Qualifizierung wird dezentral verantwortet
  • Die dezentral verantwortete Qualifizierung wird zentral kompetent unterstützt
  • Qualifizierung erfolgt kooperativ
  • Qualifizierung liegt in der eigenen Verantwortung jedes Bediensteten und ist gleichzeitig Führungsaufgabe
  • Qualifizierung erfolgt prozessorientiert
  • Qualifizierung erfolgt ressourcenschonend
  • Qualifizierung erfolgt im Wettbewerb
  • Qualifizierung erfolgt strategisch

In der weiteren Projektgeschichte sind die technische und die inhaltlich, strukturelle Umsetzung zu unterscheiden.

Wesentliche Ziele der technischen Umsetzung waren der Einsatz elektronischer Lernmedien und die Automatisierung der Seminarverwaltung. Dazu sollte das Projekt „Fortbildung 21“ mit dem Projekt „Polizei-Online“ verknüpft und dieses inhaltlich und strukturell erweitert werden. Um dieses Ziel besser erreichen zu können, wurden „Fortbildung 21“ und „POLIZEI-ONLINE“ gemeinsam in die Fortführung der Medieninitiative des Landes mit der Deutschen Telekom AG aufgenommen.

Dazu stimmte am 24. Oktober 2000 der Ministerrat der Berücksichtigung des Konzepts Fortbildung21 bei der Fortführung der Landesmedieninitiative zu, am 23. Juli 2002 der Einbeziehung in die weitere Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom AG und am 09. Dezember 2003 dem Projektfördervertrag. In der Begründung zum Projektfördervertrag wurden folgende Entwicklungsziele vorgegeben:

  • In einem Innovationsprojekt Reformkonzepte der Personal- und Organisationswicklung und des Wissensmanagements sowie der beruflichen Qualifizierung der Bediensteten in der Landesverwaltung auf der Basis neuer Technologien und mittel technischer Lösungen zu entwickeln und umzusetzen,
  • dabei die Anforderungen der vom Ministerrat im Juli 2000 beschlossenen Konzeption „Fortbildung 21“ zu berücksichtigen, das Bildungs- und Informationssystem „Polizei-Online“ der Polizei Baden-Württemberg zu einem integrativen System der Wissensvermittlung und des Wissensmanagements für die Polizei und die gesamte Landesverwaltung in Baden-Württemberg auszubauen und
  • die Entwicklung eines einheitlichen Grundverfahrens anzustreben und ein Geschäftsmodell für den Betrieb vorzulegen.

 Am 20.Juni 2006 wurde Bildung21 im AK-IT beraten. Folgende Beschlüsse wurden gefasst:

  • Der AK-IT nimmt die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und den Entwurf des Geschäftsmodells zur Kenntnis.
  • Der AK-IT empfiehlt dem LSA die Fortentwicklung und pilothafte Einführung von BILDUNG21 zur Organisation der Fortbildung in der Landesverwaltung, sofern die Finanzierung geregelt ist.

Am 11.Juli 2006 fasste der Landessystemausschuss folgende Beschlüsse:

  • Der Landessystemausschuss nimmt den Beschluss des AK-IT vom 20.06.2006 sowie die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und den Entwurf eines Geschäftsmodells zur Kenntnis.
  • Der Landessystemausschuss bittet den Koordinationskreis der Fortbildungsreferenten um eine Stellungnahme und nimmt in Aussicht, in der nächsten LSA-Sitzung Beschluss zu fassen.

Die vom Landessystemausschuss erwünschte außerordentliche Sitzung des Koordinationskreises fand am 24.08.2006 statt. Folgende Beschlüsse wurden gefasst: Die Ressorts halten die Bildungsplattform mit den verschiedenen Leistungsinhalten für grundsätzlich fachlich geeignet. Sie empfehlen – vorbehaltlich der Finanzierung – eine Pilotierung der Bildungsplattform im Sinne einer Einführungsphase:

  • Die Pilotierung der Leuchtturmprojekte wird bis zum IV. Quartal 2007 abgeschlossen und evaluiert.
  • Über den Zeitplan für die Einführung des Online-Buchungsverfahrens wird im Rahmen der 17. Sitzung des Koordinationskreises am 18. Oktober 2006 beschlossen.
  • Im Übrigen können die Leistungspakete ab sofort genutzt werden.
  • Die bereits vorgelegten und die sich im Rahmen der Pilotierung- bzw. Einführungsphase ergebenden Weiterentwicklungsbedarfe werden bei der Führungsakademie gesammelt. Diese fordert die Ressorts auf, hierzu Stellung zu nehmen, und berichtet regelmäßig im Koordinationskreis über den angemeldeten Bedarf. Die Führungsakademie wird beauftragt, zu den einzelnen, abgestimmten Weiterentwicklungsbedarfen Leistungsbeschreibungen und Angebote einzuholen, diese den beteiligten Ressorts zuzuleiten und einen Finanzierungsvorschlag zu unterbreiten. 

Im Wege des Umlaufs wurde vom Landessystemausschuss mit Wirkung vom 16.01.2007 folgender Beschluss gefasst:

  • BILDUNG21 wird im Jahre 2007 als Pilotprojekt im Sinne einer Einführungsphase fortgeführt.
  • Die Ressorts können während der Einführungsphase das Basispaket kostenlos nutzen.
  • Für weitergehende Leistungspakete fallen die im Geschäftsmodell genannten entsprechenden Entgelte an.
  • Ab 2008 kann das Buchungsverfahren „iBMS“ in der Landesverwaltung (zunächst) kostenlos genutzt werden, für weitere Funktionalitäten (Leistungspakete) sind die entsprechenden Entgelte zu zahlen.
  • Die Stabstelle für Verwaltungsreform wird gebeten, das Pilotprojekt aus informationstechnischer Sicht zu begleiten.
  • Die Einsatzreife von BILDUNG21 muss seitens der Führungsakademie bis Ende 2007 durch jeweils ein erfolgreiches Leuchtturmprojekt eines Ressorts pro Leistungspaket (Basispaket, Lernpaket, Kommunikationspaket, Wissenspaket, Kompetenzpaket) nachgewiesen sein. Es ist vorgesehen, BILDUNG21 bzw. die entsprechenden Module von BILDUNG21 mit dem Nachweis der Einsatzreife als Grundverfahren im Sinne der e-Government-Richtlinien auszuweisen.
  • Ab 2008 muss BILDUNG21 eigenständig laufen und der laufende Betrieb sich durch Mandanten innerhalb und außerhalb der Landesverwaltung finanziell vollständig selbst tragen. Über die Kosten für die Mandantschaften hinaus wird sich die Landesverwaltung nicht an der Finanzierung des laufenden Betriebs beteiligen.

Am 30.01.2008 fasste der Koordinationskreis folgenden Beschluss:

  • Der Koordinationskreis stellt die grundsätzliche Einsatzreife von BILDUNH21 gemäß Ziff. 3, Satz 1 des Umlaufbeschlusses des Landessystemausschusses vom 21.12 2006/ 23.02.2007 – mit Ausnahme des Bereichs Wissensmanagement (Wissenspaket) – fest.
  • Die Führungsakademie weist in Abstimmung mit dem Umweltministerium die Einsatzreife des Wissensmanagements in der Gewerbeaufsicht im Laufe des Jahres 2008 nach und berichtet dem Koordinationskreis.
  • Das Innenministerium wird gebeten, in den Landessystemausschuss eine Vorlage einzubringen, wonach der Landessystemausschuss BILDUNG21 bzw. die entsprechenden Module – mit Ausnahme des Bereichs Wissensmanagement – als Grundverfahren im Sinne der e-Government-Richtlinie ausweist.
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Am 08.07.2008 fasst der Landessystemausschuss folgenden Beschluss:

     
  • BILDUNG21 bzw. die entsprechenden Module – mit Ausnahme des Bereichs Wissensmanagement – sollen bei der nächsten Fortschreibung als Grundverfahren im Sinne der E-Government-Richtlinien ausgewiesen werden.
  • Die Führungsakademie wird gebeten, die Einsatzreife im Bereich Wissensmanagement in der Gewerbeaufsicht in Abstimmung mit dem Umweltministerium bis Ende 2008 nachzuweisen und dem Koordinationskreis der Fortbildungsreferenten zu berichten.
  • Der Landessystemausschuss geht davon aus, dass von den Ressorts keine neuen finanzwirksamen Initiativen zur Einrichtung eines weiteren parallelen Verfahrens im Bereich Wissensmanagement ergriffen werden.

Das integrierte Bildungsmanagementsystem ist seit 2008 Bestandteil der E-Government-Richtlinien des Landes. Die Anwendungen werden ausgehend von den Bedarfen der Ressorts laufend weiterentwickelt.



 


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